Jan Schiegnitz
Interview

Kitesurfer sind irgendwie „besondere“ Menschen, Typen, die im Leben Extreme suchen. Wie siehst Du das, was war Deine Motivation zu kiten?
LSD ist gegen Kitesurfen Zucker.Kitesurfen ist DIE Droge. Einmal die Bar in der Hand gehabt und man hebt körperlich und geistig ab. Danach kann man es nicht mehr lassen. Entzug bringt nichts, das macht eher alles schlimmer- Ich kenns! Denn je weiter man entfernt vom Wasser lebt, um so besessener wird man danach. Ich glaube in keiner anderen Sportart investieren die Leute soviel Zeit und Geld um noch mal die gleichen unbeschreiblichen Gefühle zu erleben. Wir sind alle Junkies auf der Suche nach Wind, immer am Limit der eigenen Möglichkeiten. YEAAHHHHH!
Wann hast Du mit dem Sport begonnen, wie alt warst du damals?
Mit 13 Jahren war ich das erste Mal Snow- und Landkiten gewesen. Im nächstem Sommer tauschte ich das Snowboard gegen Wasserskier und später mit einem Kiteboard. Seitdem bestimmt der Kite-Virus mein Leben mit.
Wenn Du Dich selbst beschreiben solltest, was hast Du für einen Charakter, wo suchst Du letztlich den Sinn im Leben und wie willst Du das erreichen?
Habe meinen Weg und den versuche ich auch zu gehn! Dabei immer offen für Neues und Umwege zum Ziel. Hasse es vor Steinen zu stoppen, springe lieber drüber! Zähigkeit, Disziplin und Durchhaltvermögen sind meine Bulldozer, die mich immer wieder weiter bringen, egal ob es darum geht Stress zu bewältigen oder das Training zu überwinden.
Liebe es, Neues zu entdecken und trotzdem immer Ich zu bleiben, möchte fortschreiten und nicht anpassen. Am Ziel lauert vielleicht das Glück, Erfolg oder doch die perfekte Welle!?? Den Sinn gibt einem das Leben hoffentlich selbst.
Wie würdest Du Deinen eigenen Fahrstil beschreiben, was sind Deine liebsten Moves und was möchtest Du noch erreichen?
Kaum befinden sich einige Zentimeter Wasser unter meinen Finnen, wandele ich mich chameleonartig. Der Kopf ist frei und nur noch beim Kitesurfen. Ein Lächeln erscheint. Jetzt wird ausgehakt und die Leinen gespannt. Ich liebe technisch anspruchsvolle Tricks, mit vielen Rotationen und schnellen, klatschenden Landungen. Dabei, je höher desto besser!
Was ich nach Mobe 7 und 10 noch gerne lernen würde, ist das Surfen von hohen Wellen, strapless und unhooked. Hat aber noch einige Jahre Zeit! : )
Hast Du Vorbilder und was bedeuten Dir diese?
Ich möchte mal so die Wellen schlitzen wie Jack Johnson seine Lieder singt.
Auch finde ich es genial, wenn Leute ihren eigenen Style haben und auf dem Wasser unverkennbar sind. Andre Philip ist auf dem Wasser extrem stylisch unterwegs. Er ist einfach einzigartig und sticht aus der Masse heraus. Aber es gibt noch viele andere Fahrer mit besonderem Fahrstil, daher bewundere ich auch viele.
Im Leben ist es für mich wichtig Menschen zu haben, die einem zeigen wie das eigene Leben aussehen könnte. Dann das ganze anders und besser machen!
Wenn Du als Ambassador von RoDwY selbst als „Vorbild“ gehst, wofür stehst Du, was können die anderen von Dir lernen, was bedeutet Dir Charisma?
Als Botschafter wird man in die große, weite Welt entsandt um die Tugenden von RoDwy zu vertreten: Style, Teamgeist, Innovation, Exklusivität, Power. Mein ganz persönlicher Part ist, den Spaß auf dem Wasser weiter zu geben. Es wäre schön, das, seit den Anfängen bestehende, Gemeinschaftsgefühl aufrechtzuerhalten. Versuche immer hilfsbereit zu sein und die riesen Freude am Kiteboarden zu teilen.
Enjoy the best and fuck the rest!!
Wo sind Deine Lieblingsspots, die Du anderem empfehlen würdest, auch Unterkünfte und Typen dort?
Wer nach Australien fliegt, muss in Lennox Head (Byron Bay) beim Kiteentwickler Eric gewesen sein. Einer der nettesten Kiteshopbesitzer dieser Welt und zugleich ein super Kiter. Der beste Kitespot ist definitiv Kapstadt oder Cumbucco. Aber auch nicht schlecht ist, auf der sanften Oma Ostsee im Sommer richtig rocken.
Schreibe 5 Dir wichtige Worte auf:
ADRENALIN
Freundschaft
Familie
Neues
Airtime
Was bedeuten Dir die Visionen von RoDwY?
Ich habe die Entstehung und Entwicklung von RoDwy vom Anfang an verfolgt.
RoDwy ist für mich eine der wenigen Firmen, die den echten Kiteboard-Spirit aufrecht erhält: offen für Neues, experimentierfreudig und nicht bloß Kommerz gierig. Es sind die kleineren Marken, die versuchen den Sport weiter zu bringen und ihn so wie er ist repräsentieren.
Es ist eine große Ehre für mich ein Teil von RoDwy zu sein und den echten Kitesurf-Spirit weitergeben zu dürfen.
Thx
Dank geht an:
Mein Board Recoil, dass es mich noch aushält.
Meine Migs, die mich absolut treu begleiten .
Meinen Bus. Auf das er mich weiterhin zu den besten Spots dieser Welt bringt
Meine Freunde, die die Sessions auf dem Wasser zu einem unvergesslichen Erlebnis machen.
Gul, die mir Wärme und Style im eiskalten Wasser schenken
Michael Juhl von Liquid Force. Erst durch seine Unterstützung ist unglaubliches möglich geworden.
Meine Eltern. Mein Zuhause ist der schönste Kurort dieser Welt. Vielen Dank für eure Hilfe. Ihr seid die Besten!
Meine Geschwistern. Familie ist einfach unersetzbar.
Vielen Dank das es euch alle gibt!




