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Jackie Grothkopp

Mein Kitelebenslauf

Den ersten Kite habe ich 2001 an der Atlantikküste gesehen, als ich mich gerade beim Wellenreiten abmühte. Sofort war ich vom Kitevirus infiziert und beschloss die Wellen in Zukunft auch mit dieser scheinbaren Leichtigkeit des Kitesurfers meistern zu wollen.
Gelernt habe ich es allerdings erst 2003 in Tarifa. Bei über 20 Knoten und einem verrückten Kitelehrer, der alle 2 Stunde mal vorbei kam, um zu schauen ob wir (oder eher sein Material) noch leben. Ziel war damals, heil diesen Kurs zu überstehen, was mir im Gegensatz zu meinen Kurskollegen auch gelang.
Danach gab es trotzdem kein Zurück mehr und auch keinen Tag, an dem ich nicht an diesen Sport dachte. Die Erinnerung an dieses Gefühl aus Abenteuer, Natur, Spaß und Herausforderung öffnete mir jedes Mal das Herz, wenn ich daran dachte – als musste ein Kite her, den ich mir auch gleich kaufte: ohne Sicherheitssystem und mit einer riiiesen Bar – ein Monstrum von Kite.
Richtig gelernt habe ich es dann an meinem Lieblingsspot auf Mauritius. Das Schöne am Kiten ist, dass man von Anfang an dauernde Erfolgserlebnisse hat und nie aufhört, dazu zu lernen. Jeder einzelne Schritt – vom ersten Höhelaufen bis zum ersten Rotationssprung – beschert einem solche Glücksgefühle, dass man nie mehr aufhören kann zu üben. Dies treibt einen stets zu einer Steigerung des eigenen Niveaus an und lässt den Sport auch nie langweilig werden.Da ich am Bodensee wohne, versuche ich so oft es geht die regionalen Winde zu nutzen und verkürze damit die kitefreie Zeit zwischen meinen Urlauben. Den Sommer verbringe ich seit zwei Jahren in Braslilien, da dieses Land (neben täglichem File Mignon mit Pommes, hhmmm) perfekte Kitebedingungen bietet. Ich liebe das Cruisen in den Wellen und die versuche auch im Freestyleberich dauernd dazu zu lernen. Wer mich sucht, findet mich wohl am ehesten in Tarifa, schließlich hab ichs dort gelernt und so kann ich meinem verückten Kitelehrer zeigen, dass es trotz seines Versagens doch einer seiner Kursteilnehmer zu was gebracht hat.

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